Kurt-Thomas-Kammerchor Frankfurt am Main

Kurt Thomas Chamber Choir Frankfurt am Main


Chor Intern

Bitte vergessen Sie nicht, sich wieder auszuloggen! Danke!

Event Calendar

November 2020
Mo Di Mi Do Fr Sa So
1
2 3 4 5 6 7 8
9 10 11 12 13 14 15
16 17 18 19 20 21 22
23 24 25 26 27 28 29
30
Dezember 2020
Mo Di Mi Do Fr Sa So
1 2 3 4 5 6
7 8 9 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30 31

Chorkonzerte
"Gott ist unsere Zuversicht und Stärke"

Der Kurt-Thomas-Kammerchor Frankfurt am Main unter der künstlerischen Leitung von Dreikönigskantor Andreas Köhs konzertierte wieder am Sonntag, dem 20.09.2020, in zwei Kurz-Chorkonzerten mit dem jeweils gleichen Programm um 17:30 Uhr und um 19:30 Uhr (Dauer jeweils max. 45 Minuten) in der Frankfurter Dreikönigskirche am Sachsenhäuser Mainufer. 

Die COVID-19-Pandemie hatte durch den Shutdown leider auch das öffentliche musikalische Leben in der Dreikönigskirche, verbunden mit Konzertabsagen, zunächst zum Erliegen gebracht. Geistliche Vokalmusik ist eine existenzielle Form der christlichen Verkündigung und zugleich kostbarer Schatz unseres kulturellen Erbes. So wurde alles darangesetzt, trotz der gegenwärtigen Einschränkungen die musikalische Tradition geistlicher Chormusik in der Dreikönigskirche wieder zu beleben und unter den derzeitigen besonderen Herausforderungen zu musizieren. 

Der Kurt-Thomas-Kammerchor widmete sich in seinem (verkürzten) aktuellen a-cappella-Programm unter dem Motto nach dem Psalm 46 „Gott ist unsere Zuversicht und Stärke“ dem kompositorischen Schaffen aus mehreren Stilepochen von Renaissance bis Moderne und stellte darunter erneut auch selten zu hörende musikalische Kostbarkeiten vor. Das ursprünglich vorgesehene Konzertprogramm hat Kantor Andreas Köhs dabei an die veränderten Rahmenbedingungen des chorischen Singens mit den umzusetzenden Abstandsgeboten angepasst. So waren ein Magnificat des italischen Renaissance-Meisters Luca Marenzio (1553-1599) zu hören sowie Motetten von Tobias Michael (1592-1657), Ernst Friedrich Richter (1808-1879) und Gustav Schreck (1848-1918), die als Vorgänger oder Nachfolger von Johann Sebastian Bach im Amt des Leipziger Thomaskantors wirkten. Die ursprünglich vorgesehene Messe für zwei vierstimmige Chöre des Schweizer Komponisten Frank Martin (1890-1974) wurde wegen der Rahmenbedingungen nur in Teilen (Kyrie | Agnus Dei) aufgeführt werden. Schließlich bildete das von Arvo Pärt (*1935), dem wohl bedeutendsten lebenden Komponisten Neuer Musik, im Jahr 2004 unter dem Eindruck des verheerenden Terroranschlages in Madrid komponierte „Da pacem Domine“ (Gib Frieden, Herr, in unseren Tagen) ein Klangerlebnis der ganz besonderen Art. 

Die Herausforderungen des chorischen Konzertierens unter Kontaktbeschränkungen gestalteten sich in der Dreikönigskirche so, dass der Kurt-Thomas-Kammerchor in zwei leistungsgleiche Gruppen mit jeweils 22 Choristinnen und Choristen geteilt war, wobei die erste Chorgruppe das 1. Kurzkonzert um 17:30 Uhr, die zweite Chorgruppe das 2. Kurzkonzert um 19:30 Uhr mit dem jeweils gleichen Programm bestritt. 

Die Sängerinnen und Sänger positionierten sich in den Seitengängen des Hauptschiffes der Dreikönigskirche in den vorgeschriebenen Abständen zueinander und bilden einen großen, über das gesamte Hauptschiff gehenden Kreis, in dem es möglich wurde, so auch doppelchörige Musik aufzuführen. 

Das Auditorium konnte einerseits in den Seitenschiffen – also im Rücken des Chores – sitzen, als auch auf den drei Emporen (Süd-, Nord- und Orgelempore) sowie im Altarraum der Kirche, nicht aber im Hauptschiff. Die Größe der Kirche ermöglichte es, dass bei beiden Kurz-Konzerten jeweils ca. 110 Zuhörerinnen und Zuhörer Platz finden und dabei die Corona-bedingten Abstandsgebote eingehalten werden konnten. Das war und ist – unter den derzeitigen Gegebenheiten – die einzige Möglichkeit, überhaupt Chormusik in der Dreikönigskirche aufzuführen. Gleichzeitig war dies sowohl für das Publikum, als auch für alle Ausführenden ein äußerst spannendes, herausforderndes Konzertformat, das ungewohnte Perspektiven und Klangerlebnisse eröffnete. 

Johann Pachelbel: Magnificat, PWV 1501 
Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium, BWV 248, 1-3

Die von Johann Sebastian Bach ursprünglich für die Gottesdienste vom Ersten Weihnachtstag bis Epiphanias konzipierten sechs Einzelkantaten des für die weihnachtliche Festzeit 1734/35 komponierten Weihnachtsoratoriums ergeben zusammengenommen ein musikalisches Abbild der vertrauten Weihnachtsgeschichte. Mit reichhaltiger Instrumentierung und musikantisch-lobpreisenden aber auch andachtsvoll-meditativen Momenten lädt das bekannte und überaus beliebte Werk alljährlich aufs Neue ein zur Begegnung mit dem Evangelienbericht über die Geburt Christi. 

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essentiell für den Betrieb der Seite, andere helfen, die Nutzererfahrung der Website zu verbessern. Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.